Himmelfahrt des Propheten Mohammed

Allgemeine Schulpflicht

Schulpflicht in Deutschland
Buntes Schulleben in Marl

In Deutschland besteht die allgemeine Schulpflicht und umfasst in Nordrhein-Westfalen in der Primarstufe (Grundschule) und der Sekundarstufe I einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule (Hauptschule, Realschule, Gymnasium sowie Gesamtschule) insgesamt 10 Jahre. Nach Abschluss der Sekundarstufe I beginnt die Pflicht zum Besuch einer Berufsschule, eines Bildungsganges eines Berufskollegs oder der Fortführung der Schullaufbahn in der Sekundarstufe II einer weiterbildenden Schule (Gymnasium, Gesamtschule). Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es Förderschulen mit besonderen Förderschwerpunkten (soziale und emotionale Entwicklung, Sprache, Lernen und geistige Entwicklung).

Grundsätzlich haben alle Kinder ein Recht auf Aufnahme in die ihrem Wohnort nächstgelegene Schule der gewünschten Schulform (freie Schulformwahl). Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, eine andere Schule der gleichen Schulform des Schulträgers zu wählen. Allerdings besteht in diesen Fällen kein Aufnahmeanspruch.

In vielen Schulen wird eine Ganztagsbetreuung angeboten. Schülerinnen und Schüler erhalten nachmittags Hausaufgabenbetreuung oder können schulische Freizeitangebote wahrnehmen. Neben dem Unterricht bieten viele Schulen auch Aktivitäten in Arbeitsgemeinschaften zu verschiedenen Themen an, z.B. Sport, Kunst, Technik, oder Medien. Darüber hinaus wird an den meisten Schulen auch eine kostenpflichtige Übermittagsverpflegung angeboten.

Der überwiegende Teil der Schulen befindet sich in der Trägerschaft der Kommunen, daneben gibt es auch Privatschulen – z.B. in kirchlicher Trägerschaft.

Grundschule

Die Schulpflicht beginnt für alle Kinder die zu einem bestimmten Stichtag eines Jahres das 6. Lebensjahr vollendet haben. Für das kommende Schuljahr (2010/2011) werden alle Kinder schulpflichtig, die zum Stichtag 30.09.2010 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Bis zum Schuljahr 2013/2014 wird dieser Stichtag jeweils um einen Monat nach hinten verschoben. Von da ab sind dann Kinder schulpflichtig, die zum Stichtag 31.12. des jeweiligen laufenden Jahres das 6. Lebensjahr vollendet haben. Ein Jahr vor der Einschulung werden die Eltern der im kommenden Jahr schulpflichtig werdenden Kinder durch das zuständigen Schulverwaltungsamt per Brief über alle Einzelheiten informiert

In Marl gibt es insgesamt 14 Grundschulen, davon sind 4 konfessionelle Grundschulen, 9 Gemeinschaftsgrundschulen und ein Grundschulverbund, bestehend aus einer Gemeinschaftsgrundschule mit einem katholischen Bekenntnisteilstandort.

An 13 Grundschulen wird gegen Kostenbeteiligung eine Übermittagsbetreuung und Mittagsverpflegung, der sogenannte „offene Ganztag“ angeboten. In den Schulen mit Ganztagsangeboten werden die Schülerinnen und Schüler bis 16.00 Uhr betreut und durch vielfältige Angebote gefördert. Daneben besteht auch die Möglichkeit der Teilnahme an der Mittagsverpflegung. Einzelheiten über die Kostenbeiträge sind beim Schulverwaltungs- und Sportamt der Stadt Marl zu erfragen. Daneben bietet die Dr. Carl-Sonnenschein-Schule eine verlässliche Betreuung der Schülerinnen und Schüler in der Zeit von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr an.

Eine Übersicht aller Schulen finden Sie im untenstehenden Schulverzeichnis.

Weiterführende Schulen

Der Übergang in die Sekundarstufe I einer weiterführenden Schule setzt den erfolgreichen Abschluss der Klasse 4 der Grundschule voraus. Mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 sprechen die Klassenlehrerinnen bzw. der Klassenlehrer eine Empfehlung für die Fortsetzung der Schullaufbahn an einer weiterführenden Schule aus. Alle weiterführenden Schulen führen rechtzeitig vor der Anmeldung Informationsveranstaltungen oder einen Tag der offenen Tür durch. Die Anmeldetermine werden vom Schulverwaltungs- und Sportamt rechtzeitig bekanntgegeben.

In der Sekundarstufe I bilden die Klassen 5 und 6 eine besondere pädagogische Einheit (Erprobungsstufe). Innerhalb der Erprobungsstufe erfolgt der Übergang von der 5. Klasse in die 6. Klasse ohne Versetzung. Grundsätzlich ist bei entsprechenden schulischen Leistungen nach Ende der Erprobungsstufe auch ein Wechsel auf eine andere Schule der Sekundarstufe I (Realschule, Gymnasium) möglich.

An allen weiterführenden Schulen können die nachfolgenden Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden:

  • Hauptschullabschluss nach Klasse 9
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 10 Typ A
  • mittlerer Schulabschluss nach Klasse 10 Typ B (Fachoberschulreife)
  • mittlerer Schulabschluss nach Klasse 10 Typ B (Fachoberschulreife) mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe


Hauptschulen

Die Hauptschule umfasst die Klassen 5 bis 10 (Sekundarstufe I) und hat die Vermittlung einer allgemeinen Grundbildung zum Ziel.

In Marl gibt es folgende Hauptschulen:

Katholische Hauptschule

Derzeit besuchen 285 Schülerinnen bzw. Schüler die Schule. Durch ein schulinternes Förderkonzept sollen die Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich Sprache verbessert werden. Daneben gehört auch die Hausaufgabenbetreuung zum Leistungsangebot.

Hermann-Claudius-Schule

Die Hermann-Claudius-Schule ist eine Gemeinschaftshauptschule im erweiterten gebundenen Ganztag. Hier findet verbindlicher Nachmittagsunterricht statt. Neben der pädagogischen Übermittagsbetreuung wird gegen Kostenbeteiligung auch eine Mittagsverpflegung angeboten.

Derzeit besuchen 277 Schülerinnen bzw. Schüler die Schule. An der Hermann-Claudius-Schule findet muttersprachlicher Unterricht in türkischer und russischer Sprache statt. Für Schülerinnen und Schüler, die zuwandern und der deutschen Sprache oder des Alphabets nicht mächtig sind, ist eine internationale Förderklasse eingerichtet worden. Ziel dieser Förderklasse ist es, die deutsche Sprache schnellstmöglich zu erlernen um in eine Regelklasse der Hermann-Claudius-Schule wechseln zu können. Darüber hinaus pflegt die Schule einen intensiven Schüleraustausch mit Partnerschulen in der Türkei (Marmaris). Die Schule setzt besondere Ausbildungsschwerpunkte im Bereich Sprache. Weitere Schwerpunkte der Schularbeit bestehen in Kooperationen von Schule und Sportvereinen (Tennis, Fußball, u.a.).

Alle Schulen finden Sie mit Kontaktdaten im untenstehenden Schulverzeichnis.

Realschulen

Die Realschule baut auf den Lern- und Sozialerfahrungen der Grundschule auf. Der Bildungsgang der Realschule ist so angelegt, dass die Schüler ihren Bildungsweg sowohl in der Berufsausbildung als auch in berufs- und studienbezogenen Bildungsgängen der Sekundarstufe II fortsetzen können.

Realschulen in Marl:

Ernst-Immel-Realschule

Die Ernst-Immel-Realschule wird derzeit von 559 Schülerinnen bzw. Schülern besucht. Besonderen Wert legt die Schule auf die Kooperation zwischen Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern und Eltern, die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lernstärken und Lernschwächen sowie eine umfassende Vorbereitung auf den Beruf und die weitere Schullaufbahn.

Der naturwissenschaftliche Bereich mit Mathematik, Informatik, Biologie, Physik und Chemie sowie das Lernen mit neuen Medien bilden Schwerpunkte der Ernst-Immel-Realschule.

Günther-Eckerland-Realschule

Derzeit besuchen 465 Schülerinnen bzw. Schüler die Günther-Eckerland-Realschule.

Auch an der Günther-Eckerland-Realschule gibt es einen Schwerpunkt Informatik. Darüber hinaus wird bilingualer Unterricht in der Fremdsprache englisch angeboten. Im Rahmen des bilingualen Unterrichts wird in den Klassen 5 und 6 verstärkt englisch unterrichtet, ab der Klasse 7 erfolgt dann auch der Unterricht in anderen Fächern (Erdkunde, Geschichte…) in englischer Sprache. Berufswahlorientierungsmaßnahmen  und Unterstützung bei der Lehrstellensuche stellen weitere Schwerpunkte der Schule dar.

Kontaktdaten der Schulen finden Sie im Schulverzeichnis.

Gymnasium

Das Gymnasium ist eine allgemeinbildende Schule, die den Schülerinnen und Schülern grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten, und Fertigkeiten im Rahmen einer wissenschaftsorientierten Ausbildung vermittelt und damit die Voraussetzungen für die allgemeine Studierfähigkeit schafft, aber durch Vermittlung berufsorientierter Inhalte auch den Weg in eine berufliche Ausbildung ermöglicht.

Ab dem Schuljahr 2005/2006 gilt in Nordrhein-Westfalen an Gymnasien das verkürzte Abitur (G8 - Abi oder Turbo-Abitur). Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen 5 bis 9, die Sekundarstufe II die Klassen 10 bis 12. In der Sekundarstufe II können nachfolgende Abschlüsse erreicht werden:

  • Fachhochschulreife
  • Allgemeine Hochschulreife


Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasium

Zum kommenden Schuljahr 2010/2011 werden die bislang eigenständigen Gymnasien Albert-Schweitzer-Gymnasium und Geschwister-Scholl-Gymnasium zu einem Gymnasium zusammengelegt. Derzeit besuchen 1.620 Schülerinnen bzw. Schüler die beiden Schulen.

Das neue Gymnasium wird die Schwerpunkte beider Gymnasien zusammenführen und fortsetzen. Zu den wesentlichen Schwerpunkten gehören neben der Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts “MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und der Fremdsprachen (bilingualer Unterricht in englischer Sprache, französisch plus …) auch Medienbildung, Umwelterziehung sowie musisch-künstlerische Erziehung. Daneben finden studien- und berufswahlvorbereitende Maßnahmen statt.   

Eine pädagogische Übermittagsbetreuung und kostenpflichtige Mittagsverpflegung wird angeboten.

Gymnasium im Loekamp

Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 wird das Gymnasium im Loekamp in eine gebundene Ganztagsschule umgewandelt. Demzufolge findet für den neuen Eingangjahrgang (Klasse 5) verbindlicher Nachmittagsunterricht statt. Eine pädagogische Übermittagsbetreuung und eine kostenpflichtige Mittagsverpflegung wird angeboten.

Das Gymnasium im Loekamp wird derzeit von 925 Schülerinnen bzw. Schülern besucht.

Neben dem qualifizierten Unterricht steht auch der Anspruch der Schule im Mittelpunkt des Schullebens, die Schülerinnen und Schüler zukunftsfähig zu machen. Daneben bilden die Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern und Eltern, die Stärkung der Persönlichkeiten der Schülerinnen bzw. Schüler, die Förderung des sozialen Engagements und der persönlichen Verantwortung, Schüleraustausche und eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften weitere Schwerpunkte des schulischen Lebens.

Kontaktdaten der Schulen finden Sie im Schulverzeichnis.

Gesamtschulen

Gesamtschulen sind weiterführende Schulen, in der alle Schülerinnen bzw. Schüler gemeinsam unterrichtet werden, die die Grundschule erfolgreich absolviert haben. Hier können je nach Lernentwicklung und Interesse ohne Schulwechsel alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I und II erworben werden. Im Gegensatz zu den Gymnasien wird das Abitur hier erst aber nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 13 erreicht. Gesamtschulen sind Ganztagsschulen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht. Eine kostenpflichtige Mittagsverpflegung wird angeboten.

In der Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) erfolgt der Unterricht im Klassenverband, im Schwerpunkt Sprache erfolgt zusätzlicher Förderunterricht für leistungsstarke bzw. leistungsschwache Schülerinnen bzw. Schüler. Ab der Klasse 7 setzt die Differenzierung nach Leistung ein. Dabei werden in den Fächern Englisch und Mathematik Grund- und Erweiterungskurse gebildet. In den folgenden Schuljahren erfasst die Differenzierung dann auch die Fächer Deutsch, Chemie oder Physik.

Ab der 6. Klasse kommt ein Wahlpflichtbereich hinzu. Schülerinnen bzw. Schüler können sich hier u.a. zwischen Arbeitslehre, Naturwissenschaften, Französisch entscheiden. Ab Klasse 9 kann eine zweite oder auch dritte Fremdsprache erlernt werden.

Gesamtschulen in Marl

Willy-Brandt-Gesamtschule

Die Willy-Brandt-Gesamtschule wird derzeit von 1.113 Schülerinnen bzw. Schülern besucht.

Neben dem lehrplanmäßigen Unterricht bilden u.a. das Förderkonzept „Sprache“, das Erlernen musikalischer Grundlagen und der kreative Umgang mit Musik sowie soziales Kompetenztraining Schwerpunkte des Schulprogramms. Im Lernbereich Arbeitslehre gewinnen die Schülerinnen und Schüler ein grundlegendes Verständnis von Haushalt, Arbeit und Beruf.

Martin-Luther-King-Schule

Die Martin-Luther-King-Schule wird derzeit von 833 Schülerinnen bzw. Schülern besucht.

Die Entwicklung der Persönlichkeiten durch Bildung und Selbstbestimmung, die Entwicklung von persönlichen und sozialen Kompetenzen durch eigenständiges Lernen und Konzentration sowie die Gestaltung des Miteinanders durch Solidarität und Kooperation bilden den wesentlichen Teil des Leitbildes der Schule. Daneben stellen Förderung der deutschen Sprache, Angebot zum Erlernen eines Musikinstrumentes sowie Berufswahlvorbereitung und Vorbereitung auf die Sekundarstufe II weitere Schwerpunkte dar.

Förderschulen

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es Förderschulen mit nachfolgenden Förderschwerpunkten.

  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Geistige Entwicklung
  • Hören und Kommunikation
  • Körperliche und motorische Entwicklung
  • Lernen
  • Sehen
  • Sprache

Über den sonderpädagogischen Förderbedarf und den Förderort entscheidet die Schulaufsicht. Förderschulen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten können unter einem Dach und einer gemeinsamen Schulleitung zusammengefasst werden. An den Förderschulen können grundsätzlich alle Abschlüsse der Sekundarstufe I oder Abschlusszeugnisse im jeweiligen Förderschwerpunkt erworben werden. Durch sogenannte Berufspraxisstufen mit integrierten Berufspraktika sollen Grundlage für eine spätere berufliche Tätigkeit geschaffen werden.


Förderschulen in Marl

In Marl gibt es die nachfolgenden Förderschulen:

Glück-auf-Schule

  • Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

Heinrich-Kielhorn-Schule

  • Förderschwerpunkte Emotionale und soziale Entwicklung, Lernen


Wilhelm-Raabe-Schule

  • Förderschwerpunkte Emotionale und soziale Entwicklung, Lernen

 

Alle Kontaktdaten finden Sie im untenstehenden Schulverzeichnis.

Berufskolleg

In Nordrhein-Westfalen werden berufliche Schulen als Berufskollegs bezeichnet und stellen Schulen der Sekundarstufe II dar. An Berufskollegs können alle Abschlüsse der allgemeinbildenden weiterführenden Schulen sowie berufliche Qualifikationen erworben werden. Die Berufskollegs führen nachfolgende Bildungsgänge:

  • Berufsschule (Berufsgrundschuljahr, Berufsorientierungsjahr, Klassen für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis
  • Berufsfachschule
  • Fachoberschule


Berufskolleg in Marl

Hans-Böckler-Berufskolleg Marl/Haltern

Das Hans-Böckler-Berufskolleg ist eine Schule der Sekundarstufe II des Kreises Recklinghausen mit beruflichem Gymnasium. Träger der Schule ist der Kreis Recklinghausen.

 

Hier gibt es Adressen Hier haben wir für Sie
Adressen zusammengestellt

 

Weitere Informationen und Beratungen erhalten Sie bei:


Jutta Schäpers
Tel: 02365/99–2844
Fax: 02365/99–2849
Email: jutta.schaepers(via)marl.de


Bernhard Schulz
Tel: 02365/99–2843
Fax: 02365/99–2849
Email: bernhard.schulz(via)marl.de


Bernd Stankowiak
Tel: 02365/99–2840
Fax: 02365/99–2849
Email: bernd.stankowiak(via)marl.de

Gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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