Himmelfahrt des Propheten Mohammed

Migranten in Marl heute

Veranstaltung "Gemeinsam alt werden" in der Fatih-Moschee
Veranstaltung "Gemeinsam alt werden" in der Fatih-Moschee

In Marl leben heute ca. 90.031 Einwohner, davon etwa 7.990 Ausländer (Angaben aus 2006). Der Ausländeranteil in der Stadt liegt bei etwa 8,9%. Den größten Anteil macht davon die türkische Bevölkerung mit 52,5% aus, gefolgt von Menschen mit jugoslawischer Staatsangehörigkeit (7,5%) und polnischer Herkunft (5,6%). Insgesamt leben in Marl Menschen aus 130 Nationalitäten.

Viele Familien mit Zuwanderungsgeschichte leben schon in der dritten Generation in Marl. Sie waren ursprünglich zu Zeiten der Industrialisierung als Gastarbeiter zugezogen und sind mit ihren Familien in Marl ansässig geworden. Ihr Leben heute gestaltet sich so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Einigen ist z. B. die Beibehaltung der Kultur und religiösen Tradition des Herkunftslandes wichtig - andere leben seit Ihrer Geburt in Marl und verstehen sich kulturell in Deutschland beheimatet. So findet sich heute in Marl eine multikulturelle Gemeinschaft, deren Lebenswelten sich stark ausdifferenziert.   

Gleichzeitig bestehen gerade in Marl heute viele Schnittpunkte der Begegnung und Verständigung: nicht nur innerhalb einer kulturellen Gemeinschaft, sondern vor allem zwischen den verschiedenen Kulturen. Zahlreiche Kulturvereine und Migrantenselbstorganisationen wie z. B. die Fatih-Moschee bieten Jugendarbeit, Veranstaltungen für Frauen und interkulturelle Begegnungsmöglichkeiten an. Das jährlich stattfindende „Abrahamsfest“ der Kulturen, initiiert von der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl ist inzwischen fester Bestandteil im Veranstaltungsjahr der Stadt Marl. Unterstützt wird die interkulturelle und -religiöse Arbeit durch zahlreiche Einrichtungen und Initiativen sozialer Träger, wie z. B. das Stadtteilbüro / Integrationsagentur der AWO im Ernst-Reuter Haus oder der „Bürgertreff“ mit der Integrationsagentur "Mittendrin" der Marler Diakonie. Gezielte Förderprogramme greifen in Stadtteilen mit besonderem Handlungsbedarf. Über das Projekt „Soziale Stadt NRW“ der Landeregierung wird der Stadtteil „Hüls-Süd“ gefördert, in dem insbesondere Integrationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen verbessert werden sollen.
Von städtischer Seite werden die Projekte durch die Integrationsbeauftragte und den Integrationsrat der Stadt Marl koordiniert, die sich um wichtige Belange von Migrantinnen und Migranten in Marl kümmern. 

In Marl zeigt sich, dass Integrationsarbeit an vielen Punkten erfolgreich ansetzen kann. Eine perspektivisch dauerhafte und erfolgreiche Integration gelingt vor allem dann, wenn Integrationsarbeit weiterhin auf diesem Weg verfolgt wird: von den Migrantinnen und Migranten, der Stadt Marl, den Marler Bürgern und Bürgerinnen und allen Engagierten.

 

Gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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