Himmelfahrt des Propheten Mohammed

Zuwanderung von Masuren

Masuren war Agrarland, geprägt von großen Gütern und kleinen Bauernhöfen. Die meisten Menschen dort mussten für ihren Lebensunterhalt sehr hart arbeiten und blieben trotzdem arm. Dies war der Grund für die riesige Auswanderungswelle ins Rheinisch-Westfälische Industriegebiet im 19./20. Jh..
Die große Zahl der Zuwanderer brachte Wohnungsnot ins Ruhrgebiet. So mussten ledige Einwanderer oft als „Kostgänger“ auf engstem Raum leben, weil zahlreiche Familien ihre schon überfüllten Wohnungen an sie vermieteten. Es kam vor, dass zwei Arbeiter sich ein Bett teilten und je nach Arbeitsschicht im Wechsel nutzten. Sie wurden von der Wirtsfamilie auch „beköstigt“ und daher „Kostgänger“ genannt. Gegen Ende des 19. Jh. nahm ihre Zahl rasant zu. Die masurischen, oberschlesischen und polnischen Einwanderer zeichneten sich durch einen starken familiären Zusammenhang aus. Neue Zuwanderer fanden oftmals Unterkunft bei Verwandten. Dieser Familienzusammenhalt erleichterte auch noch nach Ende des Zweiten Weltkrieges den Flüchtlingen das Einleben in die neue Heimat im Westen.

(Text mit freundlicher Genehmigung der Insel-VHS / Ausstellung: "Im Vest angekommen!?", Marl)

 

Gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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